Abschied nehmen – Im Moment müssen wir uns alle  von vielen lieb gewonnenen Möglichkeiten verabschieden



Aloha Ihr geliebten Seelen

Wie geht es Euch in dieser besonderen Zeit?

Ich persönlich habe jetzt die Zeit genutzt, um mein Kartenset über Abschiede endlich soweit fertig zu stellen, dass es weiter voran gehen kann. Dies hat einige Prozesse IN mir ausgelöst. Die regelmäßigen Zoom Treffen haben ebenfalls einiges Neues entstehen lassen. Auch dies ist für mich eine völlig neue Erfahrung. Ich bin noch dabei die Kamera als Freund für mich zu entdecken.

Doch durch dieses Medium haben wir eine wunderbare Verbindung zueinander, die ich nicht missen möchte. So haben wir am 30.4.2020 ein Ritual zu Beltane zusammen gefeiert. Dies war sehr nährend für  uns.


Es geschieht gerade rasant viel und gleichzeitig beobachte ich ein sehr großes Ruhebedürfnis in mir und in vielen anderen Menschen.

Gerade weil ich jetzt wieder so tief in meine Texte über Abschiede und Tod eingetaucht bin, erlebe ich die Brisanz dieser Texte noch einmal auf eine andere Weise.

Im Moment müssen wir uns Alle von vielen lieb gewonnenen Möglichkeiten verabschieden.

Es kann sein, dass einiges sogar sehr erleichternd ist. Wir müssen gerade nicht von Termin zu Termin hetzen und können viele Freizeitaktivitäten nicht leben. Dadurch ist Raum entstanden. Diesen Raum scheinen viele Menschen zu nutzen um viel Zeit in der Natur zu verbringen.

Gleichzeitig ist es eine Zeit, in der wir sehr wachsam sein dürfen mit dem was gerade geschieht.

Wo das Leben frei, sorglos und wohl behütet beginnen sollte – herrschen gerade unsägliche Zustände. Und da wo das Leben gerade endet, dürfen die Angehörigen nicht die Hände halten. Dies schneidet uns massiv vom Leben selbst ab.

Es ist an der Zeit, den Tod als einen natürlichen Lebenszyklus zu verstehen.

Die aktuellen Ereignisse halten uns gerade ungeschminkt die Angst vor dem Sterben vor Auge. Es ist Zeit, den Tod und das Sterben aus der Tabuecke zu heben und ihn in unser Bewusstsein zu bringen und ihn als Teil eines erfüllten Lebens zu sehen. Mit dem ersten Atemzug ist der Tod schon bei uns. Wir dürfen lernen zu verstehen, dass das Leben nicht an den gelebten Jahren gemessen werden kann, sondern an der Qualität des gelebten Lebens. Dies bedarf jedoch ein liebendes und Geborgenheit schenkendes Umfeld, das von Beginn an einen hütenden und Sicherheit schenkenden Raum gibt.

Wenn wir den Tod nicht aus unserem Leben verbannen, dann kann der Tod uns dabei helfen  das Leben tiefer zu erfassen und zu feiern.

Trotz allem ist der Abschied – ganz besonders wenn dieser plötzlich geschieht – eine Krise. Ein tiefer Einschnitt in unser Leben, für den es erst einmal keine Worte gibt. Jedes Wort erscheint zu nichtig und zu klein und kann keinen Trost spenden für den, der plötzlich von der Welle der Trauer überschwemmt wird. Durchgespült liegt dieser Mensch da – alles erscheint unwichtig – jedes Leben zu beobachten ist eine Zumutung.

Die größte Hilfe, die wir Trauernden schenken können ist es, sich auf sie einzulassen. Es braucht oft viel Mut und eine tiefe innere Bereitschaft sich wirklich auf einen Trauernden einzulassen um die Ohnmacht und die Hilflosigkeit auszuhalten, von der wir mit berührt werden, in der Nähe eines Trauernden. Die Gefühle, die bei Trauernden nach oben brechen, brauchen ein Gegenüber, der sich selbst halten gelernt hat. Jemanden der nicht mit einfachen und pauschalen Sätzen, die eigene Hilflosigkeit hinweg wischt, sondern die Hilflosigkeit zulassen kann und die auch ihn als Helfenden erfassen kann. Das Geschenk welches dann beide erhalten ist eine Nähe in der ALLES heilen kann. Auch eventuelle alte Wunden des Menschen, der mutig begleitet.


Heute möchte ich Euch in einem Interview einen besonderen Menschen vorstellen: Elisabeth Erben.

Elisabeth habe ich 2012 bei einem Seminar von Jeanne Ruland kennen und lieben gelernt. Sie ist eine wundervolle, einfühlsame Frau mit einer liebenden Herzenergie. Elisabeth, Vanessa und ich sprechen gemeinsam über das Thema Abschied nehmen. Elisabeth erzählt sehr einfühlsam über den Tod ihres zweitgeborenen Sohnes Johannes. Wenn Ihr Interesse habt, lauscht unserem Gespräch.

 

Elisabeth hat eine geführte Meditation für verwaiste Eltern auf CD aufgenommen:

Auf der Insel der vorausgegangenen Kinderseelen

Sehr gerne könnt Ihr die CD über die Homepage von Elisabeth bestellen. Liebevoll verpackt wird sie Euch dann zugesandt.

Lied von Lou Dynia: Ein Hauch von Dir

Obwohl Lou Dynia Johannes nicht kannte, berührte ihn die Nachricht von seinem Tod so sehr: “Irgendetwas lenkte mich an mein Klavier und ließ mich eine Melodie spielen … und singen. Aus dieser kleinen Melodie wuchs dann der Song „Ein Hauch von Dir“. Ein Song, mit dem wir von unseren geliebten Menschen Abschied nehmen können und doch einen Hauch hier lassen können, damit sie immer in unserem Herzen sind. Danke lieber Johannes  für Deine Inspiration!“

Wenn du hier klickst kannst du die CD bestellen.


Ich wünsche uns eine mutige und wachsame Zeit.

Eine Zeit in der wir uns Zeit nehmen für uns selbst, nach innen gehen und unseren Ängsten sanftmütig begegnen. Wenn wir uns selbst immer tiefer halten lernen, können wir Menschen in Krisenzeiten ein wahrhafter Begleiter sein ohne uns selbst zu vergessen.

In Verbundenheit und Liebe

Marion Odile



 

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